...unter diesem Motto stand ein Vortrag unseres Schützenbruders Peter-Olaf Hoffmann anläßlch unseres Bezirksbruderschaftstages 2013 in Vorst.

Nun ist es amtlich! Das Schützenwesen ist offiziell in das immaterielle Kulturerbe der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen worden. Dies gab die deutsche Unesco-Kommission Ende dieser Woche bekannt.

Das Expertenkomitee würdigt das Schützenwesen als „Ausdruck lokal aktiver Kulturpraxis mit lebendiger Traditionspflege, die stark in örtliche Sozial- und Kulturmilieus eingebunden ist.“ Dieses Brauchtum biete darüber hinaus vielfältige Maßnahmen zur Weitergabe, unterschiedliche Formen der Jugendarbeit und eine aktive Pflege regionaler und europäischer Verbindungen, heißt es in der Erklärung weiter. Die Bewerbung hatte zu Beginn dieses Jahres für kontroverse Debatten gesorgt, nachdem die Unesco den Schützen mitgeteilt hatte, die Bewerbung zurückstellen zu wollen, da sie den freien Zugang zum Schützenwesen aufgrund der konfessionellen Bindung vieler Schützenvereine nicht gegeben sah. 
Die Schützen indes hielten an ihrer Bewerbung unverändert fest und verwiesen darauf, dass es bereits zahlreiche andere Traditionen im immateriellen Weltkulturerbe gäbe, bei denen auch kein freier Zugang gegeben sei. Die Schützen erklärten daher im Februar, dass für sie ein Verzicht auf ihre kirchlichen Traditionen nicht in Frage käme. Angesichts des langen Zeitraums, über den sich der Prozess der Anerkennung hingezogen hat, ist die Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) „jetzt umso glücklicher, dass die Komission unserem Antrag gefolgt ist und das Schützenwesen in Deutschland als Kulturerbe unseres Landes anerkannt hat“, wie Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann erklärte. Dies sei ein Ausdruck der Wertschätzung für alle Schützen, die die Tradition des Schützenwesens in all seinen Ausprägungen leben und auf diese Weise dazu beitragen, „auch in schwierigen Zeiten ein Zeichen für Gemeinschaft zu setzen“, so Hoffmann.

   
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