RUDOLF BARNHOLT // NGZ // 15.05.2026

17 Groß­fa­ckeln bie­ten bunte Blick­fänge auf der Furth
Das Marie-Curie-Gym­na­sium bringt einen Leucht­turm zum Strah­len: Prä­si­dent Jochen Hen­nen, Schüt­zen­paar Jochen I. Nit­schke und Ehe­frau Nata­scha sowie Oberst Wil­fried Moos­bauer sind begeis­tert. Foto: Woi

Furth – Drau­ßen war es trüb und nass­kalt, in der Fackel­bau­halle dann das genaue Gegen­teil: Da über­raschte und erfreute die Schüt­zen von der Furth am Mitt­woch­abend die bunte Viel­falt der 17 Groß­fa­ckeln. Auch Bru­der­meis­ter Jochen Hen­nen war zufrie­den: „Wir haben eine Fackel mehr als vor einem Jahr.“ Er räumt ein, dass es in der Ver­gan­gen­heit auch schon mal 20 gege­ben habe. Dem ande­ren Jochen, Schüt­zen­kö­nig Jochen I. Nit­schke und sei­ner Köni­gin Nata­scha gefiel das, was sie sahen eben­falls. Es gehörte nur wenig Fan­ta­sie dazu, um sich vor­zu­stel­len, welch ein­drucks­vol­les Bild die klei­nen Kunst­werke, beleuch­tet nach Ein­bruch der Dun­kel­heit, auf dem Zug­weg abge­ben werden.

Ange­spro­chen füh­len sol­len sich auch Kin­der. „Hurra, die Edel­kna­ben sind für alle da“, lau­tet die Bot­schaft bei den jüngs­ten Schüt­zen. Es gibt der­zeit rund 40 von ihnen, und es dürf­ten gerne noch ein paar mehr sein. Auch das Marie-Curie-Gym­na­sium hat sich an den Fackel­bau her­an­ge­wagt. Dazu war eigens eine Arbeits­ge­mein­schaft gegrün­det wor­den. Im Mit­tel­punkt steht ein Leucht­turm samt Leucht­feuer. Auf kleine und große Schüt­zen zieht die erste Fackel ab, die das Regi­ments- und Bun­des-Tam­bour­korps Nove­sia 1912 je fabri­ziert hat. Kevin Conti und Chris­tian Hama­cher wol­len mit ihrer Fackel die Leute weg von der Spie­le­kon­sole und hin zum Brauch­tum füh­ren. Dabei wurde bei der kon­kre­ten Gestal­tung auf Details geach­tet: Der Junge an der Kon­sole hat zum Bei­spiel rote Augen.

Die Lan­des­gar­ten­schau in Neuss ist ebenso ein Thema wie Zug­ju­bi­läen: Den Jäger­zug „Op Zack“ gibt es seit 35 Jah­ren. Eye­cat­cher der Fackel ist die rie­sige beleuch­tete Geburts­tags­torte. Beim Jäger­zug „Frei weg“ geht es um die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft. Sie ver­brei­tet Opti­mis­mus mit dem Motto „Deutsch­land auf Titel­kurs“. Die Gesell­schaft Schüt­zen­lust hat zusam­men mit Kin­dern eine Fackel gebaut. Das Motto lau­tet „Freund­schaft kennt kein Alter“. Der alte Oberst hieß Hei­ner Rin­ges, der neue Wil­fried Moos­bauer. „Danke Hei­ner, viel Glück Moosi“, steht auf der Groß­fa­ckel des Zuges „Mer don­net för de Food“. Und wer genau hin­schaut, erkennt die bei­den Prot­ago­nis­ten sogar.

Die Wei­ßen­ber­ger Schei­ben­schüt­zen gehen wie­der mit ihrem Schiff auf Rei­sen, aller­dings in leicht abge­wan­del­ter Form. Die Fackel des Gre­na­dier­zugs „Fur­ther Knäl­ler“ gehört ganz sicher zu den schöns­ten – sie erzählt auf sehr ein­präg­same Weise die Geschichte des Zug­kö­nigs Peter I. , der 19 Anläufe brauchte. Kein Wun­der, dass zur Fackel eine rie­sige Fla­sche Ziel­was­ser gehört, und die Kano­nen­ku­gel scheint zwi­schen Kanone und Vogel zu schwe­ben. Dass die Kanone ganz schön qualmt, macht diese Fackel noch ein biss­chen spektakulärer.

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Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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