Norf – Der Vorstand der Norfer St.-Andreas-Schützenbruderschaft arbeitet weiter daran, den Verein zukunftsfest zu machen. Nach der im vergangenen Jahr getroffenen Entscheidung, die Bruderschaft für weibliche Mitglieder zu öffnen , traute sich der Vorstand in diesem Jahr, den Ablauf des Schützenfestes im September umzukrempeln. Die Mitgliederversammlung zog am Wochenende auch in diesem Punkt mit. Und obwohl die Versammlung auch über eine deutliche Anhebung der Mitgliedsbeiträge zu befinden hatte, gab es keine „Denkzettel“-Ergebnisse, als der Tagesordnungspunkt Wahlen aufgerufen wurde.
Brudermeister Dominik Sleziona, der die Bruderschaft mit Andreas Steinfort als „Co-Pilot“ durch das Jubiläumsjahr 2025 navigiert hatte , wurde bei der turnusmäßig anstehenden Wiederwahl nahezu einstimmig im Amt bestätigt.
Vergleichbar gute Ergebnisse erhielten Schatzmeister Günter Rottels, der stellvertretende Geschäftsführer Sebastian Hilgers, Jungschützenmeister Julis Weber und der stellvertretende Schatzmeister Olaf Heck. Jens Deussen übernimmt das Amt des Archivars, und Christian Fieck wird neuer Schießmeister, weil Dirk Judel für eine weitere Amtszeit auf diesem Posten nicht mehr zur Verfügung stand. Unterstützt wird der Vorstand künftig durch Darrick Schönemann für den Bereich digitale Medien, sowie Denis Rütten, der als Musikbeauftragter wirken soll. Erleichtert wird ihm diese Arbeit sicherlich durch die Entscheidung, das Schützenfest im September anders aufzuziehen. Es bleibt bei vier Festtagen, allerdings startet die Bruderschaft künftig freitags und damit einen Tag früher ins Festgeschehen – und hört auch einen Tag früher auf. Von der Musik sei das als großes Entgegenkommen gewertet worden, berichtet Vereinssprecher Michael Esser. Denn die Kapellen haben immer größere Mühe, an einem Kirmesdienstag die nötige Mannstärke sicherstellen zu können. Künftig müssen die Musiker für ein Engagement in Norf einen Urlaubstag weniger „opfern“. Die Verschiebung sei aber auch im Interesse viele Schützen, weiß Esser.
Künftig wird von Freitag bis einschließlich Montag gefeiert, die endgültige Festfolge aber wird noch einen Arbeitskreis „Konzept 2026+“ beschäftigen. Vorschläge dazu gebe es reichlich, sagt Esser. Und der Brudermeister erinnerte die Versammlung daran, dass jeder Schütze in dieser Arbeitsgruppe oder auch denen für Mitgliedergewinnung oder Sponsoring willkommen sei. Um sich aktiv an der Gestaltung des Vereinslebens zu beteiligen, müsse man kein Chargierter oder gar Vorstandsmitglied sein.
Mit der Erhöhung der Jahresbeiträge von 85 auf 120 Euro mutete der Verein seinen Mitgliedern in diesem Jahr eine Menge zu, doch traf der Vorstand auch damit auf keinen Widerstand. Die Strategie, auf Transparenz und offene Kommunikation zu setzen, zeigte auch in diesem Punkt Erfolg.
Ins neue Jahr startet die Bruderschaft in dem Wissen, dass es schon drei Bewerber gibt, die Schützenkönig Stefan Kremer „beerben wollen“ . Und für Peter Abels, den Vorsitzenden des Heimatvereins Norf, hatte die Versammlung noch eine Überraschung parat. Der aktive Schütze aus dem Jägerkorps, der 1989 als Brudermeister eingesprungen war und das Amt bis 1993 innehatte, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

