RUDOLF BARNHOLT // NGZ // 26.01.2026

„Hier herrscht jetzt Friede, Freude, Eierkuchen“
Die Mit­glie­der­ver­samm­lung fand im Bischofs­hof statt. Foto: Büntig

Holz­bütt­gen – Die Mit­glie­der­ver­samm­lung der Holz­bütt­ger St. Sebas­tia­ner begann am Sonn­tag um 11.45 Uhr und endete um 13.36 Uhr. Das ist schon des­halb bemer­kens­wert, weil auf der Tages­ord­nung unter ande­rem eine Anpas­sung der Mit­glieds­bei­träge stand – und zwar eine deutliche.

Damit hatte im Vor­stand nie­mand gerech­net, schließ­lich sind die Holz­bütt­ger ein tem­pe­ra­ment­vol­les Volk. Aber die Bei­trags­er­hö­hung war nicht der geringste Auf­re­ger – im Gegen­teil: Auf Antrag eines Schüt­zen wur­den die Mit­glieds­bei­träge für nor­male Schüt­zen nicht wie vor­ge­se­hen von 72 auf 92 Euro erhöht, son­dern auf glatte 100 Euro pro Jahr. Pas­sive zah­len künf­tig 30 statt bis­lang 15 Euro, die Jugend­li­chen müs­sen statt 30 jetzt 50 Euro bezah­len. „Dass hier hit­zige Debat­ten geführt wer­den, ist schon seit der Corona-Pan­de­mie vor­bei, hier herrscht jetzt Friede, Freude, Eier­ku­chen“, sagte der Stell­ver­tre­tende Bru­der­meis­ter Ste­fan Schüpper.

Auch die Wah­len gin­gen glatt über die Bühne, alle Vor­stands­mit­glie­der wur­den wie­der­ge­wählt, andere Bewer­ber gab es nicht. So bleibt Ste­fan Schüp­per stell­ver­tre­ten­der Bru­der­meis­ter, Patrick Deutsch ist der alte und neue Geschäfts­füh­rer, Roman Drenn­haus wurde als stell­ver­tre­ten­der Schieß­meis­ter im Amt bestä­tigt; schließ­lich heißt der alte und neue Bei­sit­zer Lars Gerstner.

Augen­schein­lich ist jetzt so etwas wie Ruhe in die Bru­der­schaft gekom­men: In der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit waren viele Ände­run­gen ein­ge­führt wor­den. Im bevor­ste­hen­den Schüt­zen­jahr soll es nichts Neues geben. Die Holz­bütt­ger Bru­der­schaft ist auch für Frauen inter­es­sant. Da ist die rein weib­lich besetzte Rei­ter­ge­mein­schaft und der Schüt­zen­zug „Holz­bütt­cher Mädsche“ – etli­che der Damen waren auch zur Mit­glie­der­ver­samm­lung gekommen.

Ein Mann, der dies­mal aus gesund­heit­li­chen Grün­den fehlte: Josef Karis. Bereits vor zwei Wochen wurde beschlos­sen, dass Roman Drenn­haus Karis als Huber­tus­ma­jor ablöst. Er war bis­lang Adju­tant. Diese Auf­gabe hat jetzt Ger­linde Heil über­nom­men, die Lebens­ge­fähr­tin von Josef Karis. 140 der aktu­ell 470 Schüt­zen waren zur Mit­glie­der­ver­samm­lung erschie­nen. Sie erfuh­ren unter ande­rem, dass es das Kin­der­schüt­zen­fest am Nach­mit­tag des Schüt­zen­fest-Frei­tags auch künf­tig geben wird. Die Ver­an­stal­tung war zuletzt auf große Reso­nanz gesto­ßen. Gefei­ert wird nicht mehr wie in den Anfän­gen auf dem Platz vor der Pfarr­kir­che, son­dern auf dem Schüt­zen­platz bezie­hungs­weise im Fest­zelt, falls das Wet­ter wie im ver­gan­ge­nen Jahr nicht so rich­tig mit­spie­len wollte.

Die Schüt­zen hof­fen fürs kom­mende Schüt­zen­fest auf mehr Sonne. Michael Win­ter­hoff hatte beschlos­sen, alleine als Schüt­zen­kö­nig auf­zu­tre­ten, ohne „Leih-Köni­gin“. Das akzep­tie­ren die Schüt­zen. Prä­si­dent Sebas­tian Cors­ten nannte die nächs­ten zwei Ter­mine: „Am 25. April fin­det das Regi­ments­schie­ßen statt und am 26. April der Bezirksjungschützentag.“

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Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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