Chris­toph Kleinau // NGZ // 24.02.2026

Wil­fried Moos­bauer wird neuer Oberst
Hei­ner Rin­ges (l.) gibt nach 26 Jah­ren das Amt des Oberst auf der Furth an Wil­fried Moos­bauer ab. Foto: Bruderschaft

Nord­stadt – Das Amt kann Wil­fried Moos­bauer von Hei­ner Rin­ges über­neh­men, den Waf­fen­rock aller­dings nicht. Denn den neuen und den alten Oberst der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Neuss-Furth eint zwar die Liebe zum Reit­sport, aber es tren­nen sie einige Kon­fek­ti­ons­grö­ßen. Trotz­dem wird Moos­bauer keine neue Mon­tur bestel­len müs­sen, denn er war – offen­bar den Wech­sel an der Spitze des Regi­men­tes schon im Blick – im Vor­jahr zum Regi­ments-Adju­tan­ten avan­ciert. Den Waf­fen­rock hat er also schon.

Voll­zo­gen wurde der Wech­sel bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung der Bru­der­schaft am Frei­tag­abend im Papst-Johan­nes-Haus. Die 188 stimm­be­rech­tig­ten Schüt­zen muss­ten einige Ver­än­de­run­gen im Komi­tee orga­ni­sie­ren aber auch über eine Bei­trags­er­hö­hung von 20 Pro­zent befin­den, die im Pro­to­koll mit „mode­rat“ beschrie­ben wird.

Schüt­zen­prä­si­dent Jochen Hen­nen stellte zunächst den neu zusam­men­ge­setz­ten Jung­schüt­zen­vor­stand vor. An der Spitze ste­hen Jung­schüt­zen­meis­ter Hen­drik Hen­nen und sein Stell­ver­tre­ter Malte Büs­sing, der auch in das Komi­tee auf­ge­nom­men wurde. Kas­sie­rer Yan­nik Hüs­gen, Schrift­füh­rer Timo Hei­ser und die Bei­sit­zer Niko­laus Tie­ves und Mar­vin Erz kom­plet­tie­ren die Riege.

Auch im Komi­tee gab es Ver­än­de­run­gen: Ste­fan Reiß (stell­ver­tre­ten­der Schüt­zen­meis­ter) und Oli­ver Lebioda (Bei­sit­zer) blei­ben zwar, was sie waren, doch wurde mit Nico Strauch ein neuer Pres­se­spre­cher und mit Jochen Nit­schke, aktu­ell amtie­ren­der Schüt­zen­kö­nig, ein neuer Zelt- und Platz­wart gewählt. Er folgt auf Michael Feld­mann, den Prinz Kar­ne­val der gerade been­de­ten Ses­sion, der anstelle von Tho­mas Bro­ckers künf­tig als zwei­ter Bru­der­meis­ter fungiert.

Bro­ckers war 26 Jahre im Komi­tee, so lange, wie Hei­ner Rin­ges Oberst und Regi­ments­chef war. Rin­ges hatte zwar bei sei­nem Sil­ber-Jubi­läum im Mai 2024 nicht aus­ge­schlos­sen, sich 2026 noch ein­mal tur­nus­mä­ßig zur Wahl zu stel­len, doch trat jetzt doch ab. 1966 hatte der heute 68-Jäh­rige seine Schüt­zen­lauf­bahn bei den Edel­kna­ben begon­nen, war seit 1972 aktiv im Zug „Kol­ping­jä­ger“ und von 1980 bis 1999 Jäger-Adju­tant. Dann stieg der selbst­stän­dige Maler und Lackie­rer zum Höchst­char­gier­ten des Korps auf.

Auf den Jäger Rin­ges folgt mit Wil­fried Moos­bauer ein Huber­tus­schütze in das Amt des Obris­ten. Moos­bauer, Schüt­zen­kö­nig des Jah­res 2008/09 und Ehren­ma­jor des Huber­tus­korps, ernannte Michael Wil­bertz zu sei­nem Adju­tan­ten. Auch der ist Huber­tus­schütze. Ihren ers­ten öffent­li­chen Auf­tritt wird die Regi­ments­spitze vom 23. bis 26. Mai beim Schüt­zen­fest haben – viel­leicht auf dem Rücken eines Shire-Hor­ses. Pferde die­ser eng­li­schen Rasse züch­tet Moos­bauer seit Jah­ren – und seit 2018 in Viersen.

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Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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