RUDOLF BARNHOLT // NGZ // 27.04.2026

Holz­bütt­gen im Schützenfieber
Schüt­zen­klänge waren am Sonn­tag in Holz­bütt­gen zu hören. Foto: Wolf­gang Walter

Holz­bütt­gen – „Ja, ist denn jetzt schon Schüt­zen­fest?“, mögen sich die Men­schen in Holz­bütt­gen gedacht haben, als die Schüt­zen­klänge sie am Sonn­tag­mor­gen aus dem Schlaf ris­sen. Nein, aber einen Grund zum Fei­ern gab es trotz­dem: Nach 2011 wurde jetzt wie­der der Bezirks­jung­schüt­zen­tag gefeiert.

Rund 350 Jung­schüt­zen waren gekom­men, die Gesamt­zahl der Gäste war aber deut­lich höher. Auch die gestan­de­nen Schüt­zen freu­ten sich, end­lich mal wie­der mit Gleich­ge­sinn­ten in Kon­takt zu kom­men. Aber der Bezirks­jung­schüt­zen­tag ist immer auch ein Ziel für Fami­lien, die vor allem wegen des Rah­men­pro­gramms kom­men. Die Hüpf­burg nahm lang­sam Form an und die DJK Holz­bütt­gen hatte auf dem Park­platz neben der Kir­che ein klei­nes Flo­or­ball-Spiel­feld aufgebaut.

Das Tech­ni­sche Hilfs­werk und das Deut­sche Rote Kreuz (DRK) gehör­ten zur „Blau­licht-Fami­lie“, die sich den Besu­chern vor­stellte. Bezirks­bun­des­meis­ter Tho­mas Schrö­der aus Vorst berich­tete in sei­ner Begrü­ßungs­rede von fol­gen­dem Vor­ha­ben: „Jede Bru­der­schaft bekommt zwei Schwenk­fah­nen gra­tis zur Ver­fü­gung gestellt mit der Auf­schrift „Wir sagen Danke an die Blaulichtfamilie“.

Diese Initia­tive ist die Ant­wort der Schüt­zen auf den Trend, dass Hel­fer immer häu­fi­ger im Ein­satz ange­gan­gen wer­den. Für Bür­ger­meis­ter Chris­tian Horn-Hei­ne­mann war der Besuch ein Heim­spiel, schließ­lich ist er Mit­glied der Holz­bütt­ger Bru­der­schaft. Er wünschte eine ruhige Hand beim bevor­ste­hen­den Schie­ßen. Marius Net­zer ist Bezirks­jung­schüt­zen­meis­ter. Er begrüßte unter ande­rem die Reprä­sen­tan­ten der Schützenjugend.

Einige Stun­den spä­ter waren ihre Nach­fol­ger ermit­telt. Der neue Bezirks­prinz heißt Jan­nes Schmitz aus Stür­zel­berg. Simon Amann aus Driesch ist der neue Bezirks­schü­ler­prinz. Der Bezirks­bam­bi­ni­prinz heißt Oli­ver Lin.

Und die Jung­schüt­zen der Drie­scher Bru­der­schaft setz­ten sich als beste Mann­schaft gegen die Kon­kur­renz durch. Bezirks­schieß­meis­ter Wil­fried Schlös­ser aus Rosel­ler­heide-Neu­en­baum lei­tete die Schieß­wett­be­werbe. Sebas­tian Cors­ten, Bru­der­meis­ter der Holz­bütt­ger Schüt­zen, lachte mit der Sonne um die Wette: „Wir haben tol­les Wet­ter bestellt und es auch gelie­fert bekom­men.“ Und das war nicht das Ein­zige, wor­über er sich freute: „Schön zu sehen, dass unsere Gemein­schaft lebt. Hier ent­ste­hen Freund­schaf­ten, hier ent­steht Zusam­men­halt – das ist wich­ti­ger denn je – und hier wird Ver­ant­wor­tung übernommen.“

Die Gesell­schaft brau­che Men­schen, die sich ein­brin­gen. Die Gast­ge­ber zeig­ten sich nicht klein­lich – ganz im Gegen­teil: Das Bun­des­fan­fa­ren­korps Neuss-Furth spielte in vol­ler Mann­stärke auf, spielte end­lich wie­der die Musik, die die Schüt­zen einen Herbst und einen Win­ter lang ver­misst hatten.

Vie­len Dank für Ihre Nach­richt.
Wir wer­den uns zeit­nah bei Ihnen zurückmelden.

Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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