Mike Kunze // NGZ // 04.05.2026

Büde­ri­cher Schüt­zen ermit­teln neuen König
Frisch im Amt darf der neue Büde­ri­cher Schüt­zen­kö­nig Konni I. Schä­fer (Mitte) das Bun­des­schüt­zen­fan­fa­ren­corps 1968 zum Ständ­chen diri­gie­ren. Foto: Mike Kunze

Büde­rich – Es war abseh­bar, dass Konni Schä­fer eines Tages König von Büde­rich wer­den würde. Trotz­dem war der 39-Jäh­rige sicht­lich bewegt, als es dann so weit war. Als jubelnde Mit­glie­der der Kom­pa­nie Hil­de­gun­dis von Meer den frisch geba­cke­nen Wür­den­trä­ger auf die Schul­tern hoben, erste Kame­ras klick­ten und das alt­ehr­wür­dige Königs­sil­ber leise klim­perte, ver­drückte der selbst­stän­dige Unter­neh­mens­be­ra­ter noch zwei Trä­nen. Und als die Königs­kom­pa­nie mit dem Bun­destam­bour­corps Rhein­treue sowie dem Bun­des­schüt­zen­fan­fa­ren­zug 1968 Köni­gin Susanne ins Zelt gelei­tete und ihrem könig­li­chen Gemahl prä­sen­tierte, war der strah­lende Mon­arch erst recht überwältigt.

Beim Vogel­schie­ßen am Hal­len­bad­park hatte Konni I. 20 Jahre nach Vater Carlo und pünkt­lich zum zehn­jäh­ri­gen Bestehen der eige­nen Kom­pa­nie schon beim ers­ten Schuss die Holz­platte getrof­fen. Erst­mals war die Scheibe aus Sicher­heits­grün­den aus Holz statt Metall. Zum Auf­takt des ereig­nis­rei­chen Tages hatte der neue Oberst Niklas Pül­len mit Adju­tant Jan Deus­sen seine Feu­er­taufe bestan­den und das Schüt­zen­re­gi­ment sicher von der „Krone“ zum Hal­len­bad geführt. Viel Lob gab es für die Uni­for­men, die nur dem Schnitt nach dem klas­si­schen Waf­fen­rock ent­spre­chen. Anstatt königs­blau waren sie aller­dings in Grau gehal­ten, eine Hom­mage an die Arm­brust­schüt­zen, denen beide angehören.

Beim Vogel­schie­ßen kamen zuerst die Pfän­der­schüt­zen zum Zuge. Ganz anders als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren leg­ten dabei die Jung­schüt­zen zügig vor und mit Lara Tau­bert stand auch die neue Jung­schüt­zen­kö­ni­gin zuerst fest. Das tra­di­ti­ons­rei­che Sil­ber wech­selt damit von Laura Kuhl­mann zu Lara I. vom Matro­sen­corps. Als Pfän­der­schüt­zen waren Fabian Blom­bach (Huber­tus­kom­pa­nie, Kopf), Tim Rau­kes (Jäger­lust, lin­ker Flü­gel) und Andreas Bogie (Arm­brust, rech­ter Flü­gel und Schwanz) erfolgreich.

Dicht dar­auf folg­ten die Ehren­gäste, dar­un­ter Prä­ses Michael Ber­ning, selbst als Neus­ser Schütze am Gewehr geübt, sowie das schei­dende Königs­haus um Mar­cel I. Her­mes. Die hat­ten aller­dings mit der Waffe zu kämp­fen, sodass der neue Erste Schieß­meis­ter Michael Böde­feld mehr­fach nach­jus­tie­ren musste. Trotz­dem lie­fer­ten die Hono­ra­tio­ren ab. Der ent­schei­dende Schuss auf den Rumpf gelang Minis­ter Mar­kus Rose­nau, der damit Rats­frau Nicole Nie­der­dell­man-Sie­mes als Ehren­kö­nig ablöst. Die Minis­ter Sascha Motes (Rote Husa­ren) und Timur Gök (Blaue Husa­ren) sicher­ten sich Kopf und rech­ten Flü­gel. Den lin­ken Flü­gel ergat­terte Patrick Spanke von der KG Blau-Weiß und den Schwanz schoss Mike Kunze vom Geschichts­ver­ein Meerbusch.

Bei den Schüt­zen lie­ßen die Schieß­künste dies­mal zu wün­schen übrig, sie brauch­ten mit Abstand am längs­ten, um die fünf Pfän­der zu errin­gen. Dafür war der Jubel bei den erfolg­rei­chen Tref­fern umso grö­ßer. Bene­dikt Rip­pers von der Jäger­kom­pa­nie Ein­tracht schoss den Kopf ab, die Flü­gel erhiel­ten Arm­brust­schütze Lukas Stie­fel­ha­gen (links) und Chris­tina Höf­ling (Ein­tracht, rechts). Ste­pha­nie Heger vom Bun­destam­bour­corps erjagte erfolg­reich den Schwanz des Vogels, wäh­rend Tho­mas Wege­ner von den Grü­nen Husa­ren den Rumpf sei­ner Samm­lung hin­zu­fü­gen konnte.

Nach den Wett­kämp­fen und durch die Ver­zö­ge­rung schon zu Beginn – der Abmarsch wurde wegen des Regens um eine halbe Stunde ver­scho­ben – pfleg­ten die Schüt­zen erst spät ihre Kame­rad­schaft im Zelt. Dafür sorg­ten starke Regen­güs­sen drau­ßen dafür, dass das Zelt im Innern noch lange gefüllt blieb. Hier ver­süßte das Bun­des­fan­fa­ren­corps Konni I. den Abend, indem es ihn die Schüt­zen­hymne Lari­dah diri­gie­ren ließ. Und weil der ener­gie­ge­la­dene König selbst lange Jahre die­sem Corps ange­hörte, klang die Dar­bie­tung auch über­zeu­gend schwungvoll.

Ab dem 22. Mai scheint Büde­rich damit ein Schüt­zen­fest mit einem jun­gen und moti­vier­ten Königs­team bevor­zu­ste­hen. Kom­men­den Sams­tag folgt aber zunächst noch der Königs­eh­ren­abend mit der Vor­stel­lung der Minis­ter und Hofdamen.

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Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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