Chris­toph Kleinau // NGZ // 11.05.2026

Neuer Chef für die Feu­er­wehr Neuss
Bür­ger­meis­ter Rei­ner Breuer hän­digt im Rat Mar­kus Brüg­gen die Ernen­nungs­ur­kunde aus. Foto: Stadt Neuss

Neuss – Die Feu­er­wehr Neuss hat einen neuen Chef: Mit sofor­ti­ger Wir­kung und für die Dauer von sechs Jah­ren wurde Mar­kus Brüg­gen an die Spitze der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr mit haupt­amt­li­chen Kräf­ten, wie die in Neuss eta­blierte Kon­struk­tion offi­zi­ell heißt, gestellt. Die Bestel­lung erfolgte am Frei­tag durch den Rat und auf Emp­feh­lung von Kreis­brand­meis­ter Michael Wolff. Der hatte Mitte März die Ange­hö­ri­gen aller Lösch­züge ange­hört und um ihre Hal­tung zu die­sem Per­so­nal­vor­schlag gebe­ten. Dabei sei „kein Wider­stand erkenn­bar gewe­sen“, sagte Bür­ger­meis­ter Rei­ner Breuer, der noch in der Sit­zung Brüg­gen die Ernen­nungs­ur­kunde aushändigte.

Die Ernen­nung wäre recht­lich nicht nötig gewe­sen, denn Brüg­gen ist bereits seit Anfang des Jah­res Lei­ter des Amtes für Brand­schutz und Ret­tungs­we­sen der Stadt und damit Nach­fol­ger von Joa­chim Elb­lin­ger. Die per­sön­li­che und fach­li­che Eig­nung Brüg­gens, die in einem sol­chen Anhö­rungs­ver­fah­ren fest­ge­stellt wer­den soll, ist damit schon evi­dent. Aber Brüg­gen wollte die Anhö­rung – als Akt der Kame­rad­schaft und der Transparenz.

Der neuen Dienst­stel­lung – als Stadt­brand­meis­ter ist Brüg­gen Vor­ge­setz­ter von aktu­ell 86 Feu­er­wehr­be­am­ten und rund 300 Ange­hö­ri­gen der frei­wil­li­gen Wehr – folgte im nicht-öffent­li­chen Teil der Sit­zung noch eine Beför­de­rung des städ­ti­schen Ober­brand­ra­tes. Die ergibt sich schlicht aus der grö­ße­ren Verantwortung.

Brüg­gen ist 49 Jahre alt und lebt in Uedes­heim. Er ist ein Kind der Feu­er­wehr, denn er trat schon im Alter von 14 Jah­ren in die Jugend­feu­er­wehr Neuss ein. Nach sei­nem Stu­dium und einem Berufs­ein­stieg bei der Feu­er­wehr Mön­chen­glad­bach kam er 2006 als Feu­er­wehr­be­am­ter nach Neuss und rückte 2016 zum stell­ver­tre­ten­den Stadt­brand­meis­ter auf.

Vor ihm liegt die Auf­gabe, den Brand­schutz­be­darfs­plan bis 2032 fort­zu­schrei­ben. Dabei kann er seine Stra­te­gie erst­mals auf zwei mit haupt­amt­li­chen Kräf­ten besetzte Stand­orte stüt­zen, denn die Wache Süd in Hois­ten wurde gerade offi­zi­ell in Dienst gestellt . Damit ver­bun­den ist die Not­wen­dig­keit, die Zahl der Haupt­amt­li­chen auf zunächst 100 Köpfe auf­zu­sto­cken. Brüg­gens Ver­ant­wor­tung – sie wird nicht kleiner.

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Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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