Grefrath – Die Grefrather Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft von 1706 feierte am Pfingstwochenende ein Fest der Superlative: Superwarm, supergute Stimmung und superjunger König – Cornelius Przybilla zählt 25 Lenze und ist damit der jüngste König in der 320-jährigen Geschichte. Der Frühschoppen am Sonntag im Zelt nach der Parade geriet zum schweißtreibenden Unterfangen, denn dort war es gefühlt doppelt so warm wie draußen. Das tat Stimmung und Atmosphäre aber keinen Abbruch: Während König Cornelius, flankiert von seinen Ministern und im Wortsinn großen Brüdern Constantin und Kilian und unterstützt von Königin Cosima fleißig Orden und Auszeichnungen verteilte, amüsierten sich die Schützen prächtig. Getrunken wurde überwiegend Wasser: „Wir sind aber froh über das Wetter, besser als Regen“, sagte Christian Goebel, Medienbeauftragter der Schützen, im Gespräch mit unserer Redaktion. Dem Aufruf zur Wasserversorgung während der Paraden seien die Bürger gerne nachgekommen – ein Zeichen für die gute Dorfgemeinschaft, so Goebel.
Bereits am Samstagabend herrschte eine fantastische Stimmung bei der Party im rappelvollen Zelt und die Kölner Musikband „Tante Käthe“ heizte den Besuchern ordentlich ein. Aber auch der Gottesdienst am Pfingstsonntag wurde gut angenommen und der neue Präses Pfarrer Thomas Jablonka hatte seinen ersten Einsatz: Das Pfingstfest mit seinem Sprachenwunder könne ein Bild sein, dass sich alle Feiernden wirklich verstehen. Sein Vorgänger Pfarrer Michael Tewes wurde zum Ehrenmitglied der Bruderschaft ernannt. In Grefrath wird besonders der Nachwuchs gefördert: „Wir sind ein sehr junges Regiment und mit 36 Edelknaben gut aufgestellt“, so der Medienbeauftragte. Derweil verlieh Schützenkönig Cornelius Przybilla auch seiner Familie Orden – der jüngste Träger war sein vierjähriger Neffe Hieronymus. Der König strahlte über das ganze Gesicht: „Das Fest fühlt sich super an und ich werde von diesen Erinnerungen lange zehren“, meinte er. Er zeichnete Ralf Riedel mit dem Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz aus, der höchsten Auszeichnung. Den Hohen Bruderschaftsorden erhielten Ingo Bühren und Stefan Drenkelfuß. Über das silberne Verdienstkreuz freuten sich Philipp Kauerz, Simon Krüll, Dominique Franz, Christoph Herten, Tobias Schlitzer und Leonhard Schornstein.
Das 50-jährige Zugjubiläum feierten die Jägerzüge „Gebrüder Blattschuss“ und „Steinadler“. Peter Ackers wurde für 70 Jahre Schützenmitgliedschaft geehrt, Hans-Peter Schäfer und Peter Wichmann für 65 Jahre. Seit 60 Jahren gehören Norbert Fischer, Jakob Stammen, Heinz Schmitz und Rudolf Stump zu der Bruderschaft. 50 Jahre sind Christoph Welter, Detlef Beutner, Hans-Josef Kames und Holger Grawemeyer dabei und 40 Jahre Hubert Getz.

