Holzbüttgen – Die Mitgliederversammlung der Holzbüttger St. Sebastianer begann am Sonntag um 11.45 Uhr und endete um 13.36 Uhr. Das ist schon deshalb bemerkenswert, weil auf der Tagesordnung unter anderem eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge stand – und zwar eine deutliche.
Damit hatte im Vorstand niemand gerechnet, schließlich sind die Holzbüttger ein temperamentvolles Volk. Aber die Beitragserhöhung war nicht der geringste Aufreger – im Gegenteil: Auf Antrag eines Schützen wurden die Mitgliedsbeiträge für normale Schützen nicht wie vorgesehen von 72 auf 92 Euro erhöht, sondern auf glatte 100 Euro pro Jahr. Passive zahlen künftig 30 statt bislang 15 Euro, die Jugendlichen müssen statt 30 jetzt 50 Euro bezahlen. „Dass hier hitzige Debatten geführt werden, ist schon seit der Corona-Pandemie vorbei, hier herrscht jetzt Friede, Freude, Eierkuchen“, sagte der Stellvertretende Brudermeister Stefan Schüpper.
Auch die Wahlen gingen glatt über die Bühne, alle Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt, andere Bewerber gab es nicht. So bleibt Stefan Schüpper stellvertretender Brudermeister, Patrick Deutsch ist der alte und neue Geschäftsführer, Roman Drennhaus wurde als stellvertretender Schießmeister im Amt bestätigt; schließlich heißt der alte und neue Beisitzer Lars Gerstner.
Augenscheinlich ist jetzt so etwas wie Ruhe in die Bruderschaft gekommen: In der jüngsten Vergangenheit waren viele Änderungen eingeführt worden. Im bevorstehenden Schützenjahr soll es nichts Neues geben. Die Holzbüttger Bruderschaft ist auch für Frauen interessant. Da ist die rein weiblich besetzte Reitergemeinschaft und der Schützenzug „Holzbüttcher Mädsche“ – etliche der Damen waren auch zur Mitgliederversammlung gekommen.
Ein Mann, der diesmal aus gesundheitlichen Gründen fehlte: Josef Karis. Bereits vor zwei Wochen wurde beschlossen, dass Roman Drennhaus Karis als Hubertusmajor ablöst. Er war bislang Adjutant. Diese Aufgabe hat jetzt Gerlinde Heil übernommen, die Lebensgefährtin von Josef Karis. 140 der aktuell 470 Schützen waren zur Mitgliederversammlung erschienen. Sie erfuhren unter anderem, dass es das Kinderschützenfest am Nachmittag des Schützenfest-Freitags auch künftig geben wird. Die Veranstaltung war zuletzt auf große Resonanz gestoßen. Gefeiert wird nicht mehr wie in den Anfängen auf dem Platz vor der Pfarrkirche, sondern auf dem Schützenplatz beziehungsweise im Festzelt, falls das Wetter wie im vergangenen Jahr nicht so richtig mitspielen wollte.
Die Schützen hoffen fürs kommende Schützenfest auf mehr Sonne. Michael Winterhoff hatte beschlossen, alleine als Schützenkönig aufzutreten, ohne „Leih-Königin“. Das akzeptieren die Schützen. Präsident Sebastian Corsten nannte die nächsten zwei Termine: „Am 25. April findet das Regimentsschießen statt und am 26. April der Bezirksjungschützentag.“

