Rhein-Kreis/Neuss – Der 16. Dezember 1950 war ein besonderer Tag für die Schützen der Region, denn da gründete sich der Bezirksverband Neuss im Bund der Historischen Schützenbruderschaften. Auf den Tag genau 75 Jahre später will der Verband dieses Jubiläum dort feiern, wo damals alles begann: im Lokal „Em Schwatte Päd“ am Büchel in Neuss.
Bezirksbundesmeister Thomas Schröder hat zu diesem Anlass noch einmal den Artikel herausgesucht, mit dem seinerzeit die NGZ auf die Gründung hingewiesen hatte, die zugleich die Bruderschaften in der Region den beiden fortan selbstständigen Bezirksverbänden Neuss und Grevenbroich zuordnete. Das 75-Jährige des Verbandes hat das ausklingende Jahr in besonderer Weise geprägt, weil nicht zuletzt nach längerer Pause wieder ein Bezirksschützenfest gefeiert wurde, das im September in Neuss stattfand. Nun folgt der Schlussakkord. Er beginnt am Dienstag um 18 Uhr mit dem gemeinsamen Gottesdienstbesuch, zu dem man sich nicht in St. Quirin, sondern in der St.-Sebastianus-Kirche an der Niederstraße trifft. Von dort ist es nur ein Katzensprung bis zum „Schwatte Päd“, wo der Abend mit einem rustikalen Imbiss ausklingen wird.
Es gibt also keinen Umzug – und die Schützen werden deshalb auch nicht in Uniform teilnehmen. Weil im Lokal nicht unbegrenzt viel Platz zur Verfügung steht, ist jede der 18 angeschlossenen Bruderschaften gehalten, nicht mehr als zehn Delegierte zu schicken – „aber auch nicht weniger“, wie Bezirksgeschäftsführer Carlo Schäfer hinzufügt.


