Ste­phan See­ger // NGZ // 29.04.2026

Kaars­ter Bru­der­schaft star­tet eigene App
Schrift­füh­rer Mat­thias Kabbe (r.) und App-Ent­wick­ler Julian Ritt­mann setz­ten die Idee einer eige­nen Bru­der­schafts-App um. Foto: Bru­der­schaft Kaarst

Kaarst – Im ver­gan­ge­nen Jahr hat Mat­thias Kabbe, Schrift­füh­rer der Kaars­ter St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, erst­mals aktiv am gro­ßen Neus­ser Schüt­zen­fest teil­ge­nom­men. Dort hörte er von einer eige­nen App des Neus­ser Bür­ger-Schüt­zen-Ver­eins und dachte sich: Das brau­chen wir auch in Kaarst. Am ver­gan­ge­nen Frei­tag stellte Kabbe die neue App im Rah­men der Char­gier­ten­ver­samm­lung der Bru­der­schaft vor. „Wir möch­ten die Bru­der­schaft digi­ta­ler und erleb­ba­rer machen“, erläu­terte er.

Im Okto­ber star­tete Mat­thias Kabbe gemein­sam mit App-Ent­wick­ler Julian Ritt­mann das Pro­jekt. Ziel ist es, alle Infor­ma­tio­nen an einem Ort zu bün­deln, die Kom­mu­ni­ka­tion unter­ein­an­der zu ver­ein­fa­chen und offene Fra­gen zu klä­ren. „Unser Ziel war es, Tra­di­tion nicht nur zu bewah­ren, son­dern sie aktiv in die Zukunft zu füh­ren“, erklärt Kabbe: „Mit der App schaf­fen wir einen Ort, an dem alles zusam­men­läuft – modern, klar struk­tu­riert und für jeden zugäng­lich.“ Für die tech­ni­sche Umset­zung sorgte Julian Ritt­mann. Wich­tig war den bei­den Initia­to­ren, die App noch vor dem Schüt­zen­fest auf den Markt zu brin­gen. „Sie ist bereits ein sehr star­kes Grund­kon­strukt und weit in der Ent­wick­lung“, so der Schrift­füh­rer. Den Pro­zess vom ers­ten Ter­min im Okto­ber bis zum Start­schuss am ver­gan­ge­nen Frei­tag beschreibt Kabbe als „extrem inten­siv“: „Ohne Julian wäre das in die­ser Form nicht mög­lich gewe­sen.“ Ideen, um die App noch wei­ter nach vorne zu brin­gen, wür­den noch „in der Schub­lade liegen“.

Das „Herz­stück“ der Anwen­dung ist ein eige­ner Schüt­zen­fest­be­reich mit inte­grier­tem Count­down bis zum Beginn des nächs­ten Volks- und Hei­mat­fes­tes. Nut­zer fin­den dort Infor­ma­tio­nen rund um das aktu­elle Königs­haus, des­sen Spen­den­ak­tio­nen sowie detail­lierte Ein­bli­cke in Pro­gramme, Abläufe und Zug­wege. Und wer die App bereits her­un­ter­ge­la­den und sich den Zug­weg für den Kir­mes­mon­tag (15. Juni) ange­se­hen hat, wird bemerkt haben, dass es dort eine Ände­rung gibt. „Wir spa­ren uns den Weg über die Rit­ter­straße und Neus­ser Straße“, erklärte Bru­der­schafts-Geschäfts­füh­rer Ste­fan Stamm den Char­gier­ten. Die Para­de­auf­stel­lung auf der Mau­bis­straße wird um eine halbe Stunde nach hin­ten ver­legt (17.30 Uhr), weil die Musik­ka­pel­len und Tam­bour­corps erst dann zur Ver­fü­gung ste­hen, erklärte Schüt­zen­meis­ter Chris­tian Guder.

Zurück zur Bru­der­schafts-App. Das Ange­bot wird durch aktu­elle Nach­rich­ten und Ankün­di­gun­gen und eine umfas­sende Ter­min­über­sicht über das gesamte Jahr ergänzt. In einem inte­grier­ten Archiv wer­den alle Schüt­zen­kö­nige seit dem Jahr 1878 doku­men­tiert und so ein Stück gelebte Bru­der­schafts­ge­schichte digi­tal erleb­bar gemacht. Auch Doku­mente wie Auf­nah­me­an­träge kön­nen über die App her­un­ter­ge­la­den werden.

Auch wirt­schaft­lich geht die Bru­der­schaft mit der App neue Wege. Erst­mals wird es einen digi­ta­len Ticket-Vor­ver­kauf für das Schüt­zen­fest­zelt geben. Über die App kön­nen Besu­cher ein Drei-Tages-Ticket zum Son­der­preis von 30 Euro erwer­ben. Denn in die­sem Jahr erhöht die Bru­der­schaft den Ein­tritt ins Fest­zelt am Sams­tag auf 15 Euro.

Die Initia­to­ren ver­ste­hen die aktu­elle Ver­sion der App als Start­punkt, sie soll kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den – ins­be­son­dere auf Basis von Rück­mel­dun­gen aus der Gemein­schaft. „Wir brau­chen Euer Feed­back“, appel­lierte Kabbe an die Char­gier­ten. Über die App kön­nen die Nut­zer Anre­gun­gen und Wün­sche äußern. „Ich wün­sche mir, dass wir in zehn Jah­ren eine Bru­der­schaft sind, die modern kom­mu­ni­ziert, ohne ihre Wur­zeln zu ver­lie­ren“, sagt Julian Ritt­mann. „Als Bru­der­schaft in den App-Store zu kom­men, ist gar nicht so ein­fach“, erklärte Ste­fan Stamm: „Es war ordent­lich auf­wen­dig, da steckt viel Power hin­ter“, wandte sich Stamm an die Initiatoren.

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Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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