Kaarst – Noch zwei letzte Veranstaltungen, dann ist das Jubiläumsjahr der Kaarster St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft zum 575. Bestehen vorbei. Präsident und Brudermeister Claus Schiffer blickt auf ein langes Jahr mit vielen Veranstaltungen zurück, freut sich auf die letzten Highlights und ist froh, wenn die Feierlichkeiten dann auch mal vorbei sind. Denn es war ein anstrengendes Jahr, wie Schiffer im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt.
Mit dem Königinnenball Anfang November wurde der Jubiläums-Jahresendspurt eingeläutet, am Ende wird er mit dem Weihnachtsmarkt im Alten Dorf fortgesetzt. Für die Organisation und die Restaurierung der einzelnen Buden wurde erstmals ein eigener Arbeitskreis gegründet. „Ich glaube, das wird wieder ein Highlight“, erklärt Schiffer. Alle Buden sind vergeben, am Samstagabend spielt die Bundesschützenkapelle Neuss ein Mitsingkonzert für alle Besucher, an beiden Tagen kommt der Nikolaus vorbei und bringt Weckmänner für die Kinder – an einem Tag schlüpft Wolfgang Genenger, Schirmherr des Jubiläumsjahres, in das rot-weiße Kostüm. „Der Weihnachtsmarkt steht wieder unter dem Motto ‚von Kaarstern für Kaarster’“, sagt Schiffer, der in diesem Jahr auch Minister des Schützenkönigs Klaus Gehlen ist. Am 19. Dezember wird das Jubiläumsjahr mit der Jahresabschlussmesse offiziell beendet. Nach der Messe in der St.-Martinus-Kirche wird das Königshaus Glühwein und Würstchen gegen eine Spende ausgeben, die Einnahmen kommen der Elterninitiative der Kinderkrebsklinik zugute.
Die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wie der Festakt Ende Januar , die Karnevalssitzung Anfang Februar oder das Schützenfest selbst, an dem es sonntags den bislang größten Umzug in Kaarst gab , seien alle gut besucht gewesen. „Die Freude der Menschen hat sich von der Eröffnungsveranstaltung bis heute weitergetragen, das hat der Bruderschaft richtig gut getan“, blickt Schiffer zurück. Ein weiterer positiver Aspekt: Es gibt zwei neue Züge. Das Jägercorps darf sich über einen neuen Jungschützenzug freuen, die Mitglieder sind zwischen 16 und 18 Jahre alt. Der zweite Zug besteht aus zehn Erwachsenen, die noch nicht wissen, in welchem Corps sie mitlaufen. „Wir haben rund 15 junge Schützen dazu bekommen, die bei den Nachwuchszügen der Grenadiere und Jäger mitlaufen, auch die Edelknaben haben Zuwachs erhalten“, sagt Schiffer. Aus dem Verkauf der Jubiläumstassen sind insgesamt 2500 Euro eingenommen worden, die an das Kunstcafé Einblick gespendet werden.
Nun ist der Präsident froh, wenn das Jahr zu Ende ist: „Wir freuen uns, wenn wir nächstes Jahr wieder ganz normal feiern können.“

