Chris­toph Kleinau NGZ // 04.12.2025

Patro­nats­tag been­det Jubi­lä­ums­jahr der Nor­fer Bruderschaft
Andreas Kai­ser (M.) wurde von Bru­der­meis­ter Domi­nik Sle­ziona (r.) und des­sen Stell­ver­tre­ter Andreas Stein­fort mit dem St.-Andreas-Orden aus­ge­zeich­net. Foto: Bruderschaft

Norf – Die St.-Andreas-Schützenbruderschaft Norf hat das Fest­jahr zur Feier ihres 125-jäh­ri­gen Bestehens abge­schlos­sen. Und nach­dem im Jubi­lä­ums­jahr bereits etli­che – man könnte sagen bahn­bre­chende – Ver­än­de­run­gen auf den Weg gebracht wur­den, über­legte sich der Ver­ein auch für den Patro­nats­tag eine Neu­heit: Erst­mals wurde er auf den Sams­tag vor­ge­zo­gen und mit dem Andre­as­markt im Schat­ten der katho­li­schen Kir­che kom­bi­niert. Ganz behut­sam und schon vor zwei Jah­ren war Andreas Kai­ser, Ehren­be­zirks­bun­des­meis­ter und Motor im Jubi­lä­ums-Orga-Team, dazu auf die kirch­li­chen Gre­mien zugegangen.

Ver­bin­dungs­glied zwi­schen bei­den Ver­an­stal­tun­gen war ein Gro­ßer Zap­fen­streich, der am Abend vom Musik­ver­ein „Froh­sinn” Norf und dem Tam­bour­corps „Ger­ma­nia“ Norf auf dem Gelände der Müg­gen­burg into­niert wurde. Von dort aus misch­ten sich die – an den Kopf­be­de­ckun­gen der Korps leicht zu erken­nen­den – Schüt­zen unter die große Men­schen­menge in der Buden­stadt des Andre­as­mark­tes. Ange­sichts des Gewim­mels musste man sich fra­gen, warum der WDR die­ses advent­li­che Event zum „Geheim­tipp“ hatte erklä­ren können.

 
 

Eröff­net wurde das Patro­zi­nium aus Anlass des Andre­as­ta­ges (30. Novem­ber) noch ganz klas­sisch – näm­lich in der Aula der Gesamt­schule Norf. Mar­tin Fle­cken, Prä­si­dent des Neus­ser Bür­ger-Schüt­zen-Ver­eins, hatte seine Kame­ra­den vom Schüt­zen­lust­zug „Nur so“ schon ein­mal alleine auf Zug­fahrt geschickt, denn er war an die­sem Tag zunächst in Norf als Fest­red­ner gela­den. Unter­halt­sam, so bestä­tigte ihm im Anschluss Ver­eins­spre­cher Michael Esser, ver­mit­telte er seine Ansicht über Tren­nen­des und Ver­bin­den­des zwi­schen Norf und Neuss. Und duld­sam, könnte man hin­zu­fü­gen, ertrug er die Reke­lei von Andreas Stein­fort, dem stell­ver­tre­ten­den Bru­der­meis­ter, der mit Blick auf die Kom­mu­nal­re­form 1975 fest­stellte: „Neuss hätte auch ein schö­ner Vor­ort von Norf sein können.“

Bevor das Regi­ment sich zum Besuch des Hoch­am­tes auf­stellte, ver­lieh Bru­der­meis­ter Domi­nik Sle­ziona als Höhe­punkt der Fest­ver­samm­lung Ehren­be­zirks­bun­des­meis­ter (und 2025 auch Königs­an­wär­ter ) Andreas Kai­ser für sei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz im Ver­ein und beson­ders im Jubi­lä­ums­jahr den St.-Andreas-Orden, die höchste Aus­zeich­nung, die die Nor­fer Bru­der­schaft ver­lei­hen kann.

Mit dem Zap­fen­streich (und dem einen oder ande­ren Glas Glüh­wein) endete das Jubi­lä­ums­jahr der Bru­der­schaft. Die hatte sich im Mai mit mehr als 80 Pro­zent Zustim­mung für einige Sat­zungs­än­de­run­gen aus­ge­spro­chen, unter denen die Öff­nung der Bru­der­schaft für Frauen beson­ders her­vor­stach . Und pro­gres­siv soll es wei­ter­ge­hen. So hat der offene „Arbeits­kreis 2026+“ einige Ideen zur Ver­än­de­rung der Fest­folge ent­wi­ckelt, die bei der Gene­ral­ver­samm­lung im Mai noch ein­mal zurück­ge­stellt wor­den waren.

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Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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