RUDOLF BARNHOLT // NGZ // 11.05.2026

Schüt­zen­kö­nig André I. ver­zich­tet auf Orden
Schüt­zen­kö­nig André Alt­mann stand nicht nur beim Vor­bei­marsch im Mit­tel­punkt des Schüt­zen­fes­tes. Foto: St. Büntig

Driesch – Das Schüt­zen­fest Driesch war von der Sonne ver­wöhnt. Das wirkte sich posi­tiv auf die Stim­mung und die Besu­cher­zah­len aus. Bereits am Frei­tag­abend konnte ein Besu­cher­re­kord ver­zeich­net wer­den, am Sams­tag war das Zelt min­des­tens genauso voll, und am Sonn­tag stand Schüt­zen­kö­nig André I. Alt­mann im Mit­tel­punkt beim gro­ßen Krö­nungs­ball. Am Vor­mit­tag hatte er bereits ver­kün­det, dass er auf Orden ver­zich­tet habe und es am Nach­mit­tag eine Hut­samm­lung für die Edel­kna­ben und das Tomasz Kin­der- und Jugend­hos­piz geben werde.

„Frei­tag, 8. Mai, 19.48 Uhr und 23 Sekun­den“, so hätte Die­ter Tho­mas Heck den Ein­marsch der Klang­kör­per „Blüh auf“ Glehn 1953 und „In Treue fest“ Grim­ling­hau­sen ange­kün­digt. Ein statt­li­ches Regi­ment zog ein, so groß wie seit Jah­ren nicht mehr, und die Jugend nutzte die Abwechs­lung gerne. Der Frei­tag hat sich zu ihrem Tag gemau­sert, und weil das so ist, fand die Krö­nung von Jung­schüt­zen­kö­nig Jan I. Kon­nertz bereits am Frei­tag statt. Nicht nur sein Gefolge, son­dern auch die ande­ren Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen hat­ten sich schwer in Schale gewor­fen und mach­ten damit deut­lich, dass ihnen das Som­mer­brauch­tum sehr am Her­zen liegt.

Am Sonn­tag wur­den die bei­den neuen Züge auf die Bühne gebe­ten. Die Jungs von „Klut­his Boschte“ und „Hacke­Driesch“ beka­men die St. Alde­gun­dis-Ansteck­na­del als Will­kom­mens­gruß ver­lie­hen. Andere, zum Teil sehr hohe Aus­zeich­nun­gen, soll­ten fol­gen. Franz Krefft ist seit 25 Jah­ren Drie­scher Schütze, Michael Hei­nes ist seit 40 Jah­ren dabei, auf eine 50-jäh­rige Mit­glied­schaft kön­nen Rai­ner Coh­nen und Rolf Neis zurück­bli­cken. Mit ste­hen­den Ova­tio­nen wurde Franz-Gün­ther Schmitz auf die Bühne gelei­tet: Er ist seit 70 Jah­ren Drie­scher Schütze, war zwei­mal Minis­ter und ein­mal Schüt­zen­kö­nig. Über den Alde­gun­dis-Orden freu­ten sich Tim Bon­sack, Luca Kamara, Ger­linde Heil und Sascha Coh­nen. Am Sonn­tag­nach­mit­tag wurde die Ehren­gabe der St. Alde­gun­dis-Bru­der­schaft an Chris­toph Demuth über­reicht – er war 20 Jahre lang im Ort der Dar­stel­ler des St. Mar­tin. Den Hohen Bru­der­schafts­or­den bekam Hubert Hagen ver­lie­hen. Er war zwei­mal Schüt­zen­kö­nig, küm­mert sich um die Schieß­sport­an­lage und hatte im vori­gen Jahr, als das Zelt zur Gene­ral­ver­samm­lung am Sonn­tag vor dem Schüt­zen­fest noch nicht auf­ge­baut wor­den war, spon­tan in sei­nen Par­ty­raum ein­ge­la­den. Die höchste Aus­zeich­nung, das Schul­ter­band zum Sebas­tia­nus Ehren­kreuz, ging an den Prä­si­den­ten und Bru­der­meis­ter Gün­ther Urban.

Eine Aus­zeich­nung hätte sicher auch Minis­ter Dirk Salew­ski ver­dient. Er küm­mert sich nicht nur in sei­nem Minis­ter­jahr um die Zusam­men­ar­beit mit den städ­ti­schen Ämtern, weiß, wie die Pita­gone und die Okta­gone, die das Ein­fah­ren von Autos auf den Fest­platz ver­hin­dern sol­len, gehand­habt wer­den, und er hält einen guten Kon­takt zum Ord­nungs­amt. Kein Can­na­bis­ge­ruch, keine Schlä­ge­rei, in Driesch fei­ert man fried­lich. Und die Preis­er­hö­hung bei Bier führte nicht dazu, dass dem Gers­ten­saft weni­ger zuge­spro­chen wurde als sonst. Beim Schie­ßen der ehe­ma­li­gen Schüt­zen­kö­nige hatte sich Mar­tin Aman gegen die Kon­kur­renz durch­ge­setzt, die Schüt­zen­ma­jes­tät des Jah­res 2025.

Am Mon­tag, 11. Mai, klingt das Schüt­zen­fest gegen 18 Uhr mit dem Umzug durch den Ort und der ers­ten Parade vor den neuen Majes­tä­ten aus. Der Bru­der­meis­ter geht fest davon aus, dass es einen Kan­di­da­ten geben wird – um 12 Uhr wird man mehr wis­sen. Bereits um 11.30 Uhr wird der neue Jung­schüt­zen­kö­nig ermittelt.

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Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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