Ste­phan See­ger // NGZ // 22.04.2026

Ers­ter Kin­der­schüt­zen­tag in Kaarst
Am ver­gan­ge­nen Frei­tag gab es mit Mar­kus Schrank, Ste­fan Schmidt, Chris­tian Esser, Rolf Bömel­burg (v.l.) und dem Edel­kna­ben­kö­nig Levian Bie­nert (r.) eine Auf­takt-Ver­an­stal­tung an der Katho­li­schen Grund­schule Alte Heer­straße – in Uni­form ver­steht sich. Foto: Bruderschaft
Die Schü­ler der KGS waren flei­ßig und haben Schüt­zen­hüte gebas­telt. Foto: KGS

Kaarst – Das Kin­der­schüt­zen­fest gehört in Holz­bütt­gen seit 2022 fest zum Pro­gramm­ab­lauf und wird frei­tags zum Auf­takt des Volks- und Hei­mat­fes­tes gefei­ert , in Vorst mar­schie­ren Schul­kin­der am Schüt­zen­fest-Mon­tag seit vie­len Jah­ren am König vor­bei und wer­den spä­ter mit Fahr­chips aus­ge­stat­tet – und in die­sem Jahr ver­sucht auch die Kaars­ter St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, Schüt­zen­nach­wuchs zu gene­rie­ren. Dazu wurde nach der Jah­res­haupt­ver­samm­lung im Januar 2025 der „Arbeits­kreis Kin­der­schüt­zen­fest“ gegrün­det, der sich ein Kon­zept über­le­gen sollte, wie Kin­der aus Grund­schu­len oder Kin­der­gär­ten an das Schüt­zen­fest her­an­ge­führt wer­den könnten.

Her­aus­ge­kom­men ist kein rich­ti­ges Kin­der­schüt­zen­fest, son­dern ein soge­nann­ter Kin­der­schüt­zen­tag. Die­ser wird am 6. Juni, eine Woche vor Beginn des Kaars­ter Volks- und Hei­mat­fes­tes, vor der Kir­che St. Mar­ti­nus statt­fin­den. „Die Bru­der­schaft wächst jedes Jahr, aber am fal­schen Ende. Wir brau­chen mehr Jung­schüt­zen, die sich die­ser Tra­di­tion bewusst wer­den“, sagt Sascha Loquin­gen, der gemein­sam mit Mar­kus Schrank, Chris­tian Esser, Ste­fan Schmidt und Fabian Wis­ner den  ‑Arbeits­kreis bil­det. Zwar wur­den alle drei Kaars­ter Grund­schu­len vom Arbeits­kreis ange­fragt, aller­dings habe sich nur die OGS der Katho­li­schen Grund­schule Alte Heer­straße zurück­ge­mel­det. „Dort wurde sogar eine eigene Schüt­zen­fest-AG ins Leben geru­fen, in der bereits eine Bas­tel­ak­tion statt­ge­fun­den hat“, sagt Loquin­gen. In Sil­via van Sand­ten, Ehe­frau des ehe­ma­li­gen Minis­ters Win­fried van Sand­ten, habe der Arbeits­kreis an der Grund­schule aller­dings auch eine „mega Ansprech­part­ne­rin, die für Schüt­zen­fest Feuer und Flamme ist“, so Loquin­gen. Das Bas­tel­ma­te­rial stellte die Bru­der­schaft zur Verfügung.

Vor dem Kin­der­schüt­zen­tag will auch Schüt­zen­kö­nig Klaus Geh­len der KGS noch einen Besuch abstat­ten und sein Königs­sil­ber prä­sen­tie­ren, am ver­gan­ge­nen Frei­tag gab es eine kleine Auf­takt-Ver­an­stal­tung, bei der die Mit­glie­der des Arbeits­krei­ses, Bru­der­schafts-Archi­var Rolf Bömel­burg und der Edel­kna­ben­kö­nig Levian Bie­nert in Uni­form und mit Fah­nen an der KGS vor­bei­schau­ten und den Kin­dern einen ers­ten Ein­blick in die Schüt­zen­welt gaben. Der 6. Juni soll dann den Abschluss der OGS-AG bil­den. „Für alle ande­ren Inter­es­sier­ten ist es eine Art Tag der offe­nen Tür“, sagt Loquin­gen. Von 11 bis 14 Uhr wer­den vor der Kir­che kleine „Kir­mes­bu­den“ auf­ge­stellt, es gibt Würst­chen und Getränke zum Selbst­kos­ten­preis. Zudem wird es eine Art Schüt­zen­fest-Par­cours für die Kin­der geben. „Der Tag ist eine gute Gele­gen­heit für alle, sich über das Schüt­zen­fest zu infor­mie­ren“, erklärt Loquin­gen wei­ter – und meint damit nicht nur die Kin­der, son­dern auch Erwachsene.

Eine Kopie des Kin­der­schüt­zen­fes­tes in Holz­bütt­gen soll die Ver­an­stal­tung nicht sein. „Wir woll­ten etwas Neues machen“, sagt Loquin­gen, kein eige­nes Kin­der­schüt­zen­fest mit Pro­gramm. Die Ver­an­stal­tung ist vor­erst nicht als eige­ner Pro­gramm­punkt wäh­rend des Schüt­zen­fes­tes ange­dacht. „Die meis­ten Schüt­zen sind in die zug-inter­nen Ver­an­stal­tun­gen invol­viert, der Vor­stand auch. Wir wür­den unse­rem Anspruch, Ansprech­part­ner zu sein, nicht gerecht wer­den“, sagt Loquin­gen. In die­sem Jahr soll erst ein­mal in unge­zwun­ge­ner Atmo­sphäre ein paar Stun­den die Tür geöff­net wer­den für alle, die sich vor­stel­len könn­ten, in die Bru­der­schaft einzutreten.

Das glaubt auch Prä­si­dent Claus Schif­fer. „Für uns war wich­tig, Schü­ler und Eltern früh­zei­tig vom Brauch­tum begeis­tern zu kön­nen. Oft ist es nur ein klei­ner Anstoß, den es braucht, um einen Zugang zum Schüt­zen­fest zu fin­den. Über die­sen Weg wol­len wir den Men­schen die­sen Zugang zum Brauch­tum ermög­li­chen“, sagt er auf Anfrage unse­rer Redaktion.

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Mit herz­li­chem Schüt­zen­gruß
Ihr Bezirks­ver­band Neuss

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