Nordstadt – Als Literat der „Blauen Funken“ hat Andreas Radowski, der frisch gebackene Ehrenkettenträger dieser Karnevalsgesellschaft , entweder einen guten Riecher, oder Glück – oder beides. Jedenfalls hat der Sitzungspräsident schon im Mai vergangenen Jahres die Kapelle Druckluft verpflichtet, als noch niemand ahnen konnte, dass diese Karnevals-Brass-Party-Pop-Band zum Chart-Stürmer werden würde. Jetzt steht die 2009 als Schülerband in Bonn gegründete Truppe mit dem Titel „Karnevalsmaus“ in den närrischen Hitparaden ganz oben und hat natürlich ihren Nummer-eins-Hit mit im Gepäck, wenn sie am Samstag, 24. Januar, ab 20.11 Uhr ins Festzelt der Further St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft kommt.
Die Further Bruderschaft organisiert nämlich am Vorabend ihres Patronatstages mit den Funken unter dem Motto „Jeck trifft Schütze“ erstmals eine gemeinsame Partynacht. „Zesamme doll“ steht oben drüber. Und neben „Druckluft“ sorgen die Band „Kaschämm“ und DJ „Fantastnick“ für die nötige Stimmung. Karten für das Tanzspektakel sind zum Preis von 15 Euro bei den Veranstaltern, in der Einhorn-Apotheke am Büchel, der Gaststätte Lebioda und an der Abendkasse erhältlich.
Mit Sicherheit ist an diesem Abend im Party-Festzelt auch ein Besuch des Prinzenpaares zu erwarten, denn Prinz Michael II. (Feldmann) ist sowohl aktiver Schütze auf der Furth als auch Karnevalist bei den Funken. Gemeinsam mit Ehefrau Cindy bildete er 2023/24 das Schützenkönigspaar auf der Furth. „Er hat mich zur Königin gemacht“, berichtet Ehefrau Cindy, „dabei wollte ich doch eigentlich Prinzessin werden.“ Also musste sich Michael Feldmann, kaum dass er das Königssilber los war, um eine närrische „Anschlussregentschaft“ bemühen.
Das Miteinander von Winter- und Sommerbrauchtum verkörpern die aktuellen Tollitäten also nicht nur, sie singen auch davon. „Ob Karneval, ob Schützenfest“, ist der Titel ihres Sessionshits, den sie zu jeder Einladung mitbringen. Erst recht zu ihrem „Heimspiel“ im Further Festzelt. Dass dieses Miteinander aber zur festen Einrichtung im Jahreskalender von Funken und Bruderschaft wird, glaubt Andreas Radowski nicht. Die Schützen würden eher ein Wechselprogramm anstreben, sagt er.
Die Band „Druckluft“ hatten die Funken schon vor gut zehn Jahren für ihre Sitzung „Kamelle us Kölle“ verpflichtet. Damals hatten die es gerade in den Kölner Karneval geschafft, heute schicken sie sich an, zu den „Großen Fünf“ wie Brings und Höhner aufzuschließen. Ähnliches traut Radowski auch der Nachwuchsband „Kaschämm“ zu. „Musikalisch sind die top.“

