Neuss – Auch wenn ein Biwak im wörtlichen Sinne ein Feldlager im Freien ist, ist die St.-Hubertus-Schützengesellschaft dann doch lieber unter das feste Dach im Gare du Neuss gezogen. Mit einem großen „Hallo“ begrüßten sich die Schützen zum traditionellen Königsbiwak, dem Auftakt der Schützensaison. Mitten im Trubel: König Frank Petonjic mit seiner Königin Rebecca, denn sie waren die Hauptpersonen des Tages.
Seit November steht der König fest und in der ersten Hälfte seiner Amtszeit hat Frank Petonjic schon viel Zuspruch erlebt. Was ihm das Amt bedeutet, machte er in seiner Begrüßung deutlich: „Es ist für mich mehr als nur ein Titel, es ist mir eine Ehre und eine Verantwortung, die ich mit meiner Frau Rebecca gerne übernehme.“ Schon jetzt bedankte er sich bei seinen Wegbegleitern für ein unvergessliches Jahr. Er könne für sich und seine Frau feststellen, dass er gerne Neusser sei und sich beide hier wirklich angekommen und zu Hause fühlen. Hubertuskönigin Rebecca Petonjic richtete sich in ihrer Begrüßung ganz persönlich an ihren Mann. Mit seinem Königsschuss habe er ihr eine Zeit für ganz besondere Momente ermöglicht, die sie nie vergessen werde, vor allem, da sie diese Zeit gemeinsam genießen können. Nutzen wollen sie diese besondere Zeit auch, um Spenden für den Kinderschutzbund Neuss zu sammeln.
Ein Hauptprogrammpunkt war die Vergabe der Königsorden. Im Orden vereinen sich verschiedene Elemente. Neben den Wappen der St.-Hubertus-Schützengesellschaft von 1899, dem Stadtwappen und dem Wappen des Heimatzuges „Germanen“ des Königs kamen die Farben der Schützen und nebenbei auch die Farben des königlichen Lieblingsvereins Borussia Mönchengladbach vor. In der Mitte befinden sich dann die Türme der Münchner Frauenkirche, denn in seiner Münchner Zeit hatte der Jurist seine Rebecca kennengelernt. Auf der anderen Seite sind ein paar Boxhandschuhe zu sehen. Sie belegen die Liebe zum Boxsport. Anschließend konnten sich viele Schützen einreihen, um vom König ihren Orden in Empfang zu nehmen. Angefangen beim Vorstand bis hin zu den jungen Bogenschützen.
Die Begrüßung im Festsaal hatte Major Volker Albrecht übernommen, er stimmte seine Hubertusschützen auf die neue Saison ein. Er hieß zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und dem Neusser Schützenwesen willkommen. Bezirksbundesmeister Thomas Schröder hatte für die kommenden Umzüge zwei neue Fahnen im Gepäck. Auf ihnen ist der Dank der Schützen an die Blaulichtfamilie aus Feuerwehr, Polizei und medizinischem Hilfsdienst verewigt. „Ihr seid immer für uns da, es ist einfach mal Zeit, Danke zu sagen“, erklärte er. Im weiteren Verlauf des Tages legten die Züge noch die Reihenfolge fest, in der sie beim Neusser Bürgerschützenfest marschieren werden. Schon in zwei Wochen heißt es dann: Antreten zum Probemarschieren.


